Es gibt keine Standardoperationstechnik der Narbenkorrektur, sondern es liegen eine Vielzahl verschiedener Operationsverfahren vor. In den meisten Fällen können Narbenkorrekturen in einer örtlichen Betäubung eventuell in Kombination mit einer Dämmerschlafnarkose durchgeführt werden. Es ist nur ein kurzfristiger Krankenhausaufenthalt notwendig mit meist ambulanter Betreuung. Bei einer auffälligen Narbe im Gesichtsbereich, bei der die Narbe entgegen der natürlichen Hautspannungslinien verläuft , kann durch eine Operation der Narbenverlauf zum Beispiel durch Z-Plastiken verlegt werden und damit eine günstigere Heilungsausgangssituation geschaffen werden. Am Ende der Operation verbleibt eine zickzackförmige Narbe. Bei so genannten hypertrophen Narben liegt eine wuchernde Narbe vor, die jedoch die Narbengrenze nicht überschreitet. Nach Herausschneiden der alten Narbe und plastisch-chirurgischer Nahttechnik kann durch wiederholte Cortisoninjektionen die Voraussetzung für eine flache, unauffällige Narbenbildung geschaffen werden. Bei Keloidnarben liegen häufig juckende, rötlich verfärbte, wuchernde Narben vor. Diese entstehen häufig im vorderen Brustbereich, über der Schulter und am Ohr. Typischerweise wächst hierbei das Narbengewebe über die Narbenbegrenzung hinaus. Als Therapie kommen verschiedene Behandlungsformen infrage. Zum einen kommen Kortisoninjektionen, das Herausschneiden und die anschließende niedrig dosierte Röntgenbestrahlung zur Anwendung ebenso wie Kryotherapie (lokale Vereisung). Positive Erfahrungen liegen auch bei Druckbehandlungen und Silikontherapien vor. Bei so genannten Narbenkontrakturen kommt es einer Bewegungseinschränkung über Gelenken oder auch Gewebsverziehung bei einer sich ständig verkürzenden Narbe. Hierbei ist oberstes Operationsziel durch Einbringen von gesunder, weicher Haut dieser Verziehung entgegenzuwirken und dabei eine Dehnung zu erreichen. Die zusätzliche Haut kann hierbei durch das Einschwenken von benachbarten Hautlappen erfolgen oder auch durch freie Transplantate. |